Das Kreative, das in uns allen steckt und leider oft nur schlummert und wenig angewandt wird fördert das assoziative Denken, die Zivilcourage, die Lebenslust. Ohne Kreativität ist Wissen kaum anwendbar, das Experiment nicht existent, die Wissenschaft nicht erforschbar. Man muss nicht Künstler sein oder werden wollen um kreative und künstlerische Ausbildung zu brauchen. Kunst und Kreativität ist für jeden unerlässlich, der seine Identität finden will und ihr Ausdruck verleihen will. Eine Gesellschaft, die darauf verzichten wollte ihren Kindern dieses Gut zu vermitteln und zu fördern, negierte sich selbst.
1´30“,mini DV, Brooklyn NYC/AUT 2005©dagmar streicher
In captured pixels revoltiert das Material gegen das Abbilden der trostlosen, von Stacheldraht umsäumten Umgebung. Pixel (kleinste Einheit des Bildes) verwehren sich gegen das Bild zu dem sie sich „verbinden“ sollen und in dem sie gefangen sind.
Ihr subversives Aufbegehren wird sinnlos sein; zu leicht ist das aufmüpfige „Material“ (Tape) ersetzbar. Es ist das Dokument einer kurzen Rebellion vor dem eigenen Kollaps.
Captured Pixels wird tw. auch in einer 3 teiligen Installation gezeigt.
Karl-Heinz und Agnes Essl begründen ihr Mäzenatentum mit ihrer Religion:
Tatsächlich ist in Ländern mit einem hohen Anteil an protestantisch-calvinistischen Bürgertum ein höheres Aufkommen an privaten Stiftungen, die der Kultur, Bildung und vor allem der Kunst zum Gemeinwohl gewidmet sind, zu beobachten. Der Kapitalismus – und mit ihm der Kunstmarkt - konnte sich in jenen Ländern, in denen der weltliche Erfolg als Zeichen für göttliche Berufung ausgelegt wird, viel freier entwickeln. Und selbstredend: der Erfolg wurde großzügiger gezeigt, geteilt und reinvestiert. (Hausarbeit im Rahmen des Studiums an der Universität für Angewandte Kunst)
Texte

super 8, transferiert auf mini DV>> projiziert von DVD loop >> Archiv: haare I-IV 2002/2003 © ds
Während und nach Kriegen waren Frauen menschenrechtswidrigen Demütigungen und Folterungen ausgesetzt. Kannte eine Frau Soldaten des Feindes, so wurde sie “Verräterin!” und “Hure” beschimpft, ihr Kopf öffentlich geschoren. Ungeachtet ob befreundet, verliebt oder brutal vergewaltigt, wurden sie bespuckt, getreten, verachtet, ausgeschlossen, misshandelt. Oft wurden Frauen absichtlich und ohne jede Grundlage denunziert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Frauen in ganz Europa öffentlich geschoren. Besonders bekannt dafür ist Südfrankreich. Aber es passierte überall. Auch in Österreich.
2002 stellt Dagmar Streicher diese Menschenrechtsverletzung in Simmering öffentlich nach. Keiner der Passanten reagiert. Wenige bleiben für einen Augenblick stehen um bald weiterzugehen. Das Super 8 Material, das während dieser Intervention gedreht wird ist Teil des Archivs „Haare I-IV“.
Darsteller: Puppe Denk, Karin Vadon
Die Installation „Traitresse! Putain!“ wurde aus diesem Material für die Ausstellung “Faktum Flakturm” im Flakturm des Ahrenbergparks produziert und auf die gigantomanisch dicken Wände projiziert.
Dezember 2006 @ Flakturm // Feuerleitturm Arenbergpark // 5th Floor
www.flakturm.net
2007 lief die Installation auf der International contemporary art exhibition – Trauma Queen (Off Space Sammelaustellung) während der 2 Biennale in in Athen.
06.09.2007 bis 20.10.2007 @ Mediterranean Hotel, Athens, 28 Veranzerou str. // 5th Floor
www.harriskondosphyris.com/index_eng.php


sreenshots // Magazinbeitrag zu lebensart von Dagmar Streicher // Im Bild: Gerald Grestenberger, Dana Charkasi
Keimzellen der Kunst: Off Space Ausstellungen in Wien - Ergänzung, nicht Alternative zur Vienna Art Fair.
In Off-Space Ausstellungen nützen Künstler und Kuratoren oft temporär leerstehende Räume als Alternative zur arrivierten Galerienszene. Grundgedanke: sich und seine Werke zeigen können; Galerien und Kunstsammler auf sich aufmerksam machen; sich nicht zu früh an Galerien binden. Interessant: viele temporäre Installationen - meist auf die räumlichen Begebenheiten rücksichtnehmend; oft unverkäufliche oder schwer verkäufliche Kunst. Aber wovon leben Off-Space-Initiatoren? Welche Erwartungen verbinden Künstler mit diesen neu geschaffenen Austellungsorten? Off-Spaces werden immer attraktiver,- nicht nur für Newcomer. Auch etablierte Künstler zeigen sich und ihre Werke im Dunstkreis dieser alternativen Kunstszene. Kunstkenner mit schmalen Budgets freuen sich über “Schnäppchen”. Diesen Gedanken ausnutzend, eröffnet jetzt auch der erste Kunstsupermarkt Wiens. Das wiederum geht manchen Künstlern zuweit.
(mit Oswald Oberhuber, Christian Rupp, Georg Georgakoupolos, Dana Charkasi, Elsi Lahner, Gerald Grestenberger, Peter Noever)
23.04.2007 @ lebens.art /22.30 / ORF2
www.art-mart.com
www.plattform-kunst.com
www.spaceinvasion.at
www.esel.at
Die Künstler protestieren – ihre Themen sind seit Jahrzehnten dieselben. Nun fordern sie ein Ministerium – das allein wird aber nicht die Lösung sein. Selten waren alle Kunstagenden unter einem Dach. In den 70er Jahren wurde Kunst und Kultur gesplittet. Seither wandert das Ressort Kunst von Ministerium zu Ministerium zum Bundeskanzleramt und retour.
09.10.2006 22.30h ORF2 @ treffpunkt.kultur
„Ein nach dem Prinzip der Kybernetik arbeitendes Gerät reagiert auf einen Stimmulus von außen und wirkt im Gegenzug wieder auf die Außenwelt ein – gibt Feedback. Ein Regelkreis der den Prozessen im menschlichen Nervensystem sehr ähnlich ist und Kunst und Wissenschaft seit über einem halben Jahrhundert fasziniert. …“
Eine Reportage mit Jasia Reichard, Richard Kriesche, Robert Adrian X und Hans Bernhard (übermorgen.com)
04.09.2006 22.30h ORF2 @ treffpunkt.kultur
www.mediankunstlabor.at
www.aec.at
www.kunstradio.at
www.medienkunstnetz.de